Band Aid

19. May 2006, von Arne Völker

Es wurde Zeit, dass Deutschland geholfen wurde: Mit einem Produkt, dass alle seine Schwächen ausmerzt und seine Stärken unterstreicht:

Denn endlich gibt es das Deutschband, designt von den Hamburger Designern feldmann+schultchen. Mit gefällt die Idee. Dem Art Directors Club Deutschland (ADC) auch: Er prämierte das Klebeband mit einem Nagel in Bronze.

(Vielen Dank, ITW, für dieses Fundstück.)

Bin ich Kaffee? Oder bin ich Fussball?

18. May 2006, von Arne Völker

Bei Togo muss man sich das fragen. Jeden Tag, wenn man durch Deutschlands Innenstädte läuft, machen die Starbucks, Balzacs, San Franciscos und all die regionalen Coffee Companies Werbung für Coffee «TO GO». Dabei hätte Togo besseres verdient. Nämlich das hier: weiter…

Von England lernen

15. May 2006, von Arne Völker

Johnnys Suche nach dem passenden Fussball-Trikot hat mich auf eine Idee gebracht: Warum machen wir das eigentlich nicht wie die Engländer? Die gehen ja schliesslich auch mit einem englischen Trikot an die WM und nicht mit einem britischen, auch wenn sie seit Ewigkeiten Teil eines Staates namens Great Britain sind.

Ich weiss, vielen in Deutschland fällt es leicht, ein Bayern-Trikot zu tragen. Mir persönlich wäre es lieber, ich dürfte auch in Sachen Nationalmannschaft Berlin tragen. Aber bis die regionale Spaltung der deutschen Nationalmannschaft verwirklicht ist, bleibt auch mir leider nur dieser Weg: i.ch-b.in/2006/05/15/wegen-wm-doch-deutschland.

PS: Wer von euch mag während der WM hier bei i.ch-b.in darüber schreiben, was man von England sonst noch so lernen kann - und damit i.ch-b.in/england begründen? Dann sofort hier in den Kommentaren eintragen oder Mail an weltmeister@i.ch-b.in

Wegen WM doch Deutschland

15. May 2006, von Arne Völker

Ich beschäftige mich nicht mehr mit Fussball, seit Hertha BSC mit mir als Balljungen in der zweiten Liga ausgerechnet gegen den VfL Oldenburg verloren hat. Das ist lange her, sehr lange, aber wie lange genau, das weiss ich nicht mehr. Wie hoch Hertha verloren hat, habe ich gleich mit verdrängt. Ich erinnere mich nur noch daran, dass es in den Eingeweiden des Olympiastadions, ganz nahe an den Spielerumkleiden, für uns Balljungen Zitronentee gab, so viel wir wollten, was auch nötig war zum Aufwärmen. Und eine lauwarme Bockwurst mit einem diagonal geschnittenen Stück Toast, das pappig schmeckte. weiter…

Die Schweiz ist zu klein für diese Welt

12. May 2006, von Arne Völker

Neben Frankreich liegt Italien, neben Italien Griechenland, neben Griechenland liegt Deutschland und neben Deutschland liegt Holland. Neben dem wiederum liegt, na, wer? Klar: Bereits wieder Frankreich. weiter…

Keine Zeit für die Revolution

5. May 2006, von Arne Völker

RevolutionBilly Bragg singt ja, die Revolution sei nur ein T-Shirt entfernt. Weit gefehlt: Nach so viel T-Shirt-Machen bin ich dermassen erschöpft, dass ich ein paar Tage frei brauche. Und darum auch keine Zeit für die Revolution habe – ein üblicher Grund in Berlin, mit dem man auf Laternenmasten seine Teilnahme absagt. (Mit der Maus genau hingucken auf dem Bild.)

PS: Ich fahr übrigens nach Hamburg, wo vermutlich die Revolution nicht stattfindet. Ich aber vielleicht jemand treffe, der von sich sagen könnte: i.ch-b.in/hamburg.

Bist du Hamburg?

5. May 2006, von Arne Völker

Ich bin am Wochenende in Hamburg. Vielleicht findet sich da ja jemand, der Hamburg sein will – also der erste Autor, die erste Autorin für: i.ch-b.in/hamburg. Bis dieser Mensch nämlich nicht gefunden ist, gibts von i.ch-b.in/hamburg nur diesen einen Beitrag. Und darum auch noch kein Shirt.

PS: Willst du Hamburg sein und triffst mich nicht zufällig auf der Strasse? Dann schreib an hamburg@i.ch-b.in.

Wer ist schon gerne Thüringer?

4. May 2006, von Arne Völker

Es soll Orte geben, das ist der Satz «Ich bin die Thüringer» eine sinnvolle Aussage. Diese Aussage ist, wenn man dem Filmchen glauben darf, sogar ein Vorbild für den Sprachunterricht: weiter…

Wenn du Deutschland bist, wer bin dann ich?

1. May 2006, von Arne Völker

Vor einer Weile hat eine Werbekampagne versucht mir weiszumachen, ich sei Deutschland. Sie hat mich direkt angesprochen, mich geduzt dabei, und mir gesagt: «Du bist Deutschland.» Ich fand das daneben.

Ich fands nicht erst daneben, als Bilder davon auftauchten, dass dieser Spruch schon mal Nazis als Transparent neben einem Bild von Adolf Hitler gedient hat, wie es Johnny Haeusler im spreeblick.com zeigt – wäre ja auch unwahrscheinlich, wenn deren Propaganda-Maschine sich diese Headline hätte entgehen lassen.

Ich fands nicht nur deshalb daneben, weil die Kampagne aus der satten Position des Erfolgswerbers daher kommt. Und es schnell zynisch wirkt, wenn so einer im Du mit dem Zeigefinger auf diejenigen zeigen lässt, die gefälligst ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen sollen, worüber sich Patrick Breitenbach im werbeblogger zu recht aufregt.

Sicher: auch deshalb fand ich diese Kampagne daneben.
Aber vor allem, weil sie einfach falsch ist.

Niemand, den ich kenne, ist Deutschland – und das liegt nicht daran, dass ich keine Deutschen kenne. Im Gegenteil: eigentlich hat sogar die Mehrheit der Menschen, die ich in meinem Leben je kennengelernt habe, die deutsche Staatsbürgerschaft. Aber ich kenne wenige in meinem Alter, die – im Ausland von Ausländern befragt – als erstes erzählen, sie seien Deutsche.

Wer wie ich aus Berlin stammt, sagt: «Ich komme aus Berlin.» Das macht die Sache einfach: Man ist nicht Deutschland. Sondern etwas, was viele anderswo für wirklich cool halten. Und ich nehme an, das machen nicht nur Berliner so. Wenn Amerikaner oder Japaner etwas typisch deutsches bauen wollen, dann schreiben sie hinterher «Hofbräuhaus» über die Tür und verkennen, dass sie vor allem etwas bayerisches kopiert haben – und nur über diesen Umweg irgendwie auch etwas deutsches.

Bevor also noch eine weitere Welle werblicher Stimmungsmache uns einreden möchte, wenn wir nur endlich Deutschland wären, würde es uns allen besser gehen, möchte ich hier mit euch darüber nachdenken, was wir wirklich sind.

Ich zum Beispiel werde deshalb hier darüber schreiben, dass und warum i.ch-b.in/berlin. Ausserdem darüber, wie ausserdem i.ch-b.in/schweiz – denn da lebe ich seit einigen Jahren. Und auch wenn das geografisch fast tausend Kilometer voneinander entfernt ist, in meinem Herzen liegt es dicht beieinander.

Zwischendurch werde ich auch sonst alles, was ich auf der Suche nach meiner Identität herausfinde, mir auf die Brust schreiben und der Welt stolz zeigen. Und ich hoffe, ich bin nicht der einzige. Denn jede Diskussion ist einfach fruchtbarer mit mehreren Teilnehmnern.

Also: Macht mit. (Wie das geht, steht hier.) Und zeigt der ganzen Welt, wer ihr seid.

Was bist du?

24. April 2006, von Arne Völker

Du bist etwas, für das es bei i.ch-b.in noch keine URL gibt, kein T-Shirt und keine Geschichte? Dann hilf uns, das zu ändern. Schreib uns einfach, was du bist. Am besten mit einer kleinen Geschichte, warum du bist, was du bist. Mit ein paar Gedanken darüber, welche Farben das hat, was du bist. Und vielleicht hast du ja auch ein Foto davon?

Schick uns das per Mail an geschichten@i.ch-b.in. Wir halten dich Schritt für Schritt darüber auf dem Laufenden, wie dein T-Shirt entsteht, in welcher Form deine Geschichte auf diese Seite kommt und wann du der Welt mit deinem T-Shirt zeigen kannst, was du bist.

PS: Alles, was du bist, muss sich für i.ch-b.in in einem Wort ausdrücken lassen. Denn wir wollen ja, dass das, was du bist, auf einem T-Shirt klar und deutlich lesbar ist. Wir finden es in Ordnung, wenn du dafür die Regeln der deutschen Sprache ein wenig verbiegst. Wir tun es ja auch, wenn wir zum Beispiel sagen: i.ch-b.in/schweiz