Nur echter Trash ist echter Trash

29. Juli 2006, von Arne Völker

Jedes Mal, wenn ich in Berlin bin, finde ich es total toll, wie wenig da durchgestylt ist. Wie schrammelig Läden daherkommen und wie schlecht designt. Im Grunde ist dort ja kaum etwas von der Sorte Branding durchdrungen, wie sie einem hier in Zürich schon fast gar nicht mehr auffällt, weil sie so perfekt ist und allumfassend in ihrer Präsenz.

Aber warum finde ich es dann, wenn’s dann nicht mehr echt ist, sondern stattdessen virtuell wird, plötzlich gar nicht mehr lässig? Warum finde ich das nicht sexy? Und das nicht grossartig? Es würde mir doch meine Heimat auf den Bildschirm bringen. Oder etwa nicht?

Leute machen Kleider

12. Juli 2006, von Arne Völker

Man braucht nicht mehr viel, um heute Kleider zu machen. Man braucht so etwas wie eine Idee. Man braucht idealerweise ein bisschen Verständnis für Grafik. Im Wesentlichen aber braucht man einen Full-Service-Lieferanten und im Handumdrehen hat man seinen eigenen Online-Shop voller toller T-Shirts und anderer Kleider, die sich wie blöd verkaufen. So weit die Theorie. Nun zur Praxis. weiter…

4 Jahre Garantie

10. Juli 2006, von Daniele Pucci

Von Grosso bis Grosso. Oder der Mann, der uns im Achtelfinale gegen Australien den Elfmeter herausholte bis zu dem, der den letzten entscheidenden Elfmeter reinhaute. Grosso ist unser WM-Held und nicht Totti. Auch Materazzi, der Torschütze im Final, ist unser Held, und nicht Toni. Auf jeden Fall will ich bei den nächsten Weltmeisterschaften nie mehr so leiden und bangen müssen wie gestern, auch wenn dies den Fussball auszeichnet, denn keine andere Sportart ist so derart spannend und unberechenbar.

i.ch-b.in/weltmeisterWir sind Weltmeister. Campioni del mondo. Diesen Satz habe ich gestern so viel ausgesprochen wie nie in meinem ganzen Leben zuvor.

Den Pokal nach 24 Jahren wieder in den Händen tragen zu können ist phantastisch und kommt nicht jeden Tag vor. Diese Momente muss man geniessen, und meine Azzurris haben es mehr als verdient, oder gab es da draussen eine Mannschaft die dies mehr verdiente? Vier Italiener wurden von der FIFA als beste Spieler nominiert, gewonnen hat Zidane, auch wenn er gestern als Verlierer vom Platz ging. Für mich ganz klar aber Cannavaro der beste Spieler der WM, was der kleine Mann so geleistet hat, das ist Weltklasse!

Die WM ist vorbei, der Sommer ist immer noch da und dieses Mal haben wir den Pokal nach Hause mitgenommen. Mit 4 Jahren Garantie.

Googles Prognose: Deutschland gewinnt

7. Juli 2006, von Arne Völker

Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Hoffnung auf den dritten Platz berechtigt ist. Sogar Google sieht Deutschland vor Portugal. weiter…

Zum Glück traurig

7. Juli 2006, von Arne Völker

Je länger ich schon Unrecht habe mit meiner Behauptung i.ch-b.in/weltmeister, desto mehr tröste ich mich daran, dass Fado ein ziemlich trauriger Gesang sein soll…

…habe ich mir sagen lassen. Und kann’s auch nach dem Hören noch bestätigen. Sie lebt also, die Hoffnung auf den dritten Platz.

Der Fuss Gottes

5. Juli 2006, von Daniele Pucci

Ein Spiel dauert 90 bzw. 120 Minuten. Ein erfolgreicher Trainer in Italien hat mal gesagt: «Ein Spiel dauert so lange bis der Schiedsrichter abpfeift». Auf jeden Fall war ich gestern, wie bei jedem Spiel meiner Azzurri, beim Bellevue unter den Tifosi, und litt und hoffte bei jedem Ballwechsel. Als die Deutschen bereits das Elfmeterschiessen sahen, wusste ich genau, dass wir so verlieren würden, denn Nerven haben wir eben nicht so dolle und der Lehmann hat sicher auch schon den Spick parat gehabt. Auf der anderen Seite war den Italienern auch klar, dass sie das Elfmeterschiessen irgendwie vermeiden müssen, nur wie eben? weiter…

Der zwölfte, dreizehnte, vierzehnte Mann

4. Juli 2006, von Arne Völker

Unser aller Mein Bundespräsident findet ja, die deutsche Mannschaft spiele permanent in Überzahl, schliesslich sei das Publikum der zwölfte Mann. Manche sehen im zwölften Mann eher den Schiedsrichter, der für die Heimmannschaft gnädiger pfeife. Ganz andere finden, der zwölfte sei der Physiotherapeut.

Diese Männer 12a), b) und c) gefallen mir schon ganz gut. Und haben mich inspiriert, nach noch nach einer weiteren Möglichkeit zu suchen, die Italiener heute abend vollends in Unterzahl zu bringen. Und das geht so: weiter…

Azzurri über alles

4. Juli 2006, von Daniele Pucci

Ich weiss es echt nicht, wie es heute abend endet, ein Sieg oder eine Niederlage gegen Deutschland. Zumindest haben wir an einer WM noch nie gegen die Deutschen verloren. Statistiken mögen interessieren oder nicht, das ist nun halt mal Tatsache. Dass sich die deutsche Presse so ausgiebig mit uns Italienern beschäftigt macht mich stolz, denn wenn man so fest Angst hat zu verlieren, und die Deutschen haben heute sehr viel zu verlieren, dann fliegen die Parolen als wären es Sandkörner am Meer, oder so was in der Art…

Also, heute abend muss es kein 4–1 mehr sein, wie an dem florentinischen Abend im vergangenen März, sondern ich wäre auch mit einem 1–0 in der letzten Minute der Nachspielzeit mehr als zufrieden, vielleicht sogar mit einem umstrittenen Elfmeter von Inzaghi, denn an einer WM muss man nicht schön spielen, sondern einfach nur gewinnen. Oder interessiert man sich in 3 Jahren wie man gewonnen hat?

Unentschieden 1 - 1

4. Juli 2006, von Arne Völker

Bei de Rossi war es klar, deutlich und sofort unübersehbar. Bei Frings etwas unklarer und viel später geahndet. Dafür steht’s diesmal schon vor dem Spiel auf dem Rasen 1 - 1 Unentschieden – nach Schlägen.

Nicht ganz so unentschieden steht es in den Medien: Deutschland führt bei den Beleidigungen. Italien dafür in Sachen Wut.

Wo soll das nur hinführen?

Schreiben, ohne zu bloggen

3. Juli 2006, von Arne Völker

Anscheinend treff ich ja intuitiv total zen-mässig ins Ziel, wenn ich zur Zeit gerade nicht blogge: Nämlich wie Johnny. Oder wie _ix.

PS: Aber war es noch zen-mässig, diese Zeilen hier zu schreiben?