Keiner geht hin?
30. May 2006, von Arne Völker
Für Sportplausch Wider – ein Zürcher Sportgeschäft das bekannt dafür ist, dass seine Werbe-Kampagnen vor allem in der Werbefachpresse erscheinen – versucht sich seine Agentur vorzustellen, es sei WM und niemand ginge hin. (Siehe T-Shirt) Einen Moment lang wäre ich versucht gewesen, mir das auch vorzustellen. Wäre versucht gewesen in mich zu gehen und mich zu fragen, warum ich eigentlich den ganzen Rummel um den Fussball mitmache, wenn der mich doch sonst zwischen den Weltmeisterschaften so etwas von kalt lässt.
Aber dann frage ich mich: Findet ihr, die ihr da als Urheber genannt seid, die Bikes von Wider wirklich eine Alternative? Steckt kein bisschen i.ch-b.in/schweiz in euch? Und in dir, Dani, auch kein bisschen i.ch-b.in/brasilien?
Irgendwie bekommt derzeit alles eine Schlagseite Richtung Fussball. Auch so eine Veranstaltung wie der
Es wurde Zeit, dass Deutschland geholfen wurde: Mit einem Produkt, dass alle seine Schwächen ausmerzt und seine Stärken unterstreicht:
Billy Bragg singt ja, die Revolution sei nur ein T-Shirt entfernt. Weit gefehlt: Nach so viel T-Shirt-Machen bin ich dermassen erschöpft, dass ich ein paar Tage frei brauche. Und darum auch keine Zeit für die Revolution habe – ein üblicher Grund in Berlin, mit dem man auf Laternenmasten seine Teilnahme absagt. (Mit der Maus genau hingucken auf dem Bild.)